Geboren im badischen Wertheim, in den ersten Minuten des amerikanischen Unabhängigkeitstages im Jahr 1964. Aufgewachsen im Zonenrandgebiet (ja, so hieß das damals), in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens, die außerhalb des Bundeslandes aber niemand zu kennen schien. Und das, obwohl es die Eintracht 1967 zur Deutschen Fußballmeisterschaft gebracht und in den 70ern sogar Nationalspieler in ihren Reihen hatte. Die Rede ist von Braunschweig.
Studium in einer Stadt, deren Name trotz ihrer objektiven Bedeutungslosigkeit jedem ein Begriff ist, der in den Zeiten vor Kelts und Jever Fun jemals ein alkoholfreies Bier bestellt hat. Dabei könnte die Assoziation eigentlich falscher nicht sein, da Clausthaler schon immer in Frankfurt hergestellt und von der überwiegend männlichen Clausthaler Studentenschaft, zumindest zu meinen Studienzeiten, konsequent gemieden wurde. Zur Ehrenrettung der Brauerei sollte ich allerdings hinzufügen, dass dies nicht in erster Linie am Geschmack lag, sondern am fehlenden Alkohol.
Hang zur Fotografie seit dem zarten Alter von zehn Jahren. Allerdings in schwankender Ausprägung, abhängig davon, was zur jeweiligen Zeit sonst noch hoch im Kurs eines Heranwachsenden stand. Erste fotografische Gehversuche mit einer Agfamatic 100 (die mit dem großen roten Auslöser), später dann die im analogen Zeitalter übliche Amateurfotografenlaufbahn über verschiedene manuelle hin zur automatischen SLR. Nichts bringt mehr die Zeiten zurück, als man voller Vorfreude die entwickelten Diastreifen auspackte, um sich über das Ergebnis intensiver Fotostunden zu freuen. Im digitalen Zeitalter angekommen, das es praktisch jedermann erlaubt, zu geringen Kosten technisch einwandfreie Fotos zu machen, zählt für mich mehr denn je das Motto »Entscheidend ist für ein gutes Bild nicht die Kamera, sondern der Mensch dahinter«.